Sebi mit schönem Frühjahrs-Karpfen...

Belly Boat Trip nach Padova

Endlich war es wieder soweit und unser nächster Trip stand ende Juli vor der Tür! Es sollte mit dem Belly Boat 3 Tage nach Padova zum Schwarzbarsch fischen gehen. Padova liegt ca. 30 kilometer westlich von Venedig und ist von zahlreichen Kanälen, kleinen Seen und Bewässerungsgräben umgeben in denen die Schwarzbarsche vertreten sind. Wir buchten unsere Unterkunft inklusive Guiding bei Matteo Zanato, der ein sehr zu empfehlendes Guidingunterhehmen (www.zetabass.com) in der Nähe von Padova führt. Matteo spricht sehr gut englisch und ab und zu sogar ein paar Wörter deutsch. 

Nach ca. 9 Stunden Autofahrt und zahlreichen Staus und Verzögerungen kamen wir dann doch endlich gegen 24 Uhr in Italien an und wurden von Matteo in Empfang genommen. 



             

Matteo brachte uns in seinem Ferienhaus unter, welches er speziell für seine Gäste zur verfügung stellt. Ein wunderschönes Steinhaus mit Hanglage direkt in einer Olivenbaumplantage mit herrlichem Blick auf die benachbarten Dörfer. Das Haus wurde vor einigen Jahren aufwendig renoviert und bietet alles was man zum leben braucht.

Aber zurück zu Fisch!

Am nächsten Morgen sollte es an einen nahegelegenen kleinen Kanal gehen wo laut Matteo zur Zeit mit guten Fängen zu rechnen ist. Da es mittlerweile fast 2 Uhr morgens war und wir um 6 Uhr mit Matteo verabredet waren, blieb nicht viel Zeit und wir montierten noch schnell die Ruten für den bevorstehenden Tag und richteten das Belly Boat ein. Am nächsten Morgen stand Matteo pünktlich um sechs auf der Matte, wir hatten leider alle verpennt.

Schnell alle Mann duschen und los gings. Natürlich waren alle heiß auf den ersten Kontakt mit einem Bass und es juckte jeden von uns in den Fingern. Das Wetter war nicht gerade ideal, leichter Regen bei ca. 20 Grad...

Wir wollten natürlich alle so schnell wie möglich aufs Wasser und fischen, also wurden die Bellys aufgepumpt und wir verteilten uns so gut wie möglich auf dem Kanal. Der Kanal war etwa 1 - 3 meter tief und mit Schilf und Sträuchern gesäumt. Das Schilf wuchs sehr dicht und ragte bis zu 4 meter ins Wasser. Matteo betreute uns vom Ufer und wies immer wieder darauf hin, dass wir sehr dicht am Schilf oder sogar im Schilf fischen sollten - dort standen die dicken Bass! Also fischten wir Rubberjigs und Texas-Rigs von 7 - 14 Gramm mit Krebsködern als Trailer direkt im Schilf und Gummiwürmer wie den KUT TAIL WORM in 5 & 6,5" und den SENKO in 4 & 5"  von GARY YAMAMOTO, sowie den FLICK SHAKE in 3,8 & 4,8" von ILLEX wacky geriggt vor dem Schilf.

Mittlerweile verzog sich auch der Regen und wir konnten gleich einige schöne Fische ans Band bringen.

 


 

Der erste Tag lief gut. Die Fische meinten es gut mit uns, Matteo hatte nicht zu viel versprochen.  Wir hatten zu acht ca. 35 Black Bass gefangen die meisten waren 30 - 35 cm groß und ziemlich kampfstark. Gegen Nachmittag hatten wir die meisten Spots abgefischt und wir entschieden uns noch ein zwei Stündchen an einem kleinen Kanal in der Nähe unseres Ferienhauses zu fischen.

Der Kanal schien uns perfekt, da er überall im Uferbereich stark bewachsen war und so idealen Lebensraum für die Black Bass bot. Leider hatten wir absolut keine info ob überhaupt Schwarzbarsche drin waren, also fischten wir den Graben mit Spinnerbaits uns Crankbaits ab, um so die Fische zu suchen. Leider hatten wir abgesehen von ein paar nachgelaufenen großen Döbeln keinen Erfolg.

So fuhren wir zurück zum Haus um etwas zu essen und das Tackle für den darauffolgenden Tag zu richten. Am nächsten Morgen fuhr Matteo mit uns zu einem See, der bekannt für kapitale Bass bis 3 kg war. Allerdings kamen die Schwarzbarsche dort nicht in allzu hohen Stückzahlen vor. Wir hatten ca. 300 meter Fußweg vom Auto zum See, also wurde am Parkplatz alles aufgepumpt und zum Wasser getragen.

Matteo meinte dass wir ziemlich dicht im Cover, aber auch die Schilfkanten bis zu fünf meter vom Ufer weg fischen sollten, da die Schwarzbarsche zum jagen ihre Unterstände verlassen würden. Die erfolgreichsten Methoden wären: Texas-Rig, Rubber Jigs, Drop Shot-Rig, Wacky und teilweise auch Crankbaits wenn Steine da waren.

Der See war bis zu sieben meter tief und bot reichlich Struktur, Schilf, überhängende Bäume und Sträucher sowie dichtes Schilf am Uferbereich. Unzählige Spots in denen sich die dicken Bass verstecken konnten.

 
 
 

Wir fischten die zahlreichen und vielversprechenden Spots sehr intensiv ab, doch anfangs wollten die Bass unsere Köder nicht. Nach etwa einer Stunde konnte Sebi endlich einen aus dem Schilf fangen und das Eis war gebrochen.

Nun fingen wir einige gute Fische bis 38 cm.

 
 







Matteo erzählte uns am Vorabend dass in diesem See immer mit Welsen zu rechnen ist, so fingen wir auch zwei Exemplare. Dann ging lange nichts, bis uns Thomas mit einem gut 2 kilo schweren Traumfisch aufs neue motivierte.

Der Fisch biss auf einen 4" HOG IMPACT von KEITECH und gab Vollgas richtung Schilf. Thomas konnte ihn allerdings gut vom Cover weghalten und zu einem kurzen Fototermin bitten. 

 

Nun war endlich die 50er Marke geknackt und jetzt wollte jeder einen dicken fangen. Am Mittag fingen wir noch einige schöne Bass, doch wir wollten noch an einen anderen Kanal, den uns Matteo empfohlen hatte.

So packten wir gegen Nachmittag schnell alles ein, denn wir hatten zum  Kanal noch etwa eine Stunde Autofahrt vor uns. Angekommen am Neuen Gewässer wurden schnell die Bellys aufgepumpt, denn der Kanal wirkte sehr vielversprechend und es waren nur noch wenige Stunden bis zum Sonnenuntergang.

 

Der Kanal war etwa 50 Meter breit und von der Beschaffenheit reltiv monoton, allerdings sehr verkrautet. Die Gewässertiefe betrug zwischen einem und drei Metern - die Schwarzbarsche hielten sich überall auf. Hier kamen Softjerks und Stickbaits wie SENKO in 4 & 5" von YAMAMOTO und Swimbaits wie der JAVALLON in 9 und 10 cm von IMAKATSU sowie der AMMONITE von ILLEX zum Einsatz. Gleich zu Anfang konnten wir ein paar schöne Bass fangen.

 

  

Marc konnte gegen Schluss noch einen schönen Bass mit 42 cm auf ein Texas-Rig fangen, der voll im Kraut stand.

Nun war auch der zweite Tag wie im Flug vergangen, doch einen Tag hatten wir noch vor uns. Matteo schlug mehrere Gewässer vor, in Padova gibt es endlose Möglichkeiten. Wir entschieden uns für einen Waldsee der allerdings eine Stunde Fahrt in anspruch nahm, sich aber lohnen sollte. Das tat er, denn von allen war es das schönste und vielfältigste Gewässer.

 
 

Da das Wasser relativ klar war, fischten wir Anfangs verschiedene Finesse-Rigs wie Drop-Shot, Wacky und Light-Texas Rig mit Ködern in 4" in gedeckten Farben. Doch auch Rubberjigs mit verschiedenen Krebsimmitaten als Trailer brachten den gewünschten Erfolg und wir fingen gut.

 

 

Wir fischten die unzähligen Hotspots am Uferbereich ab und jeder konnte so zwischen 6 und 10 Bass fangen. Volker fischte aufgrund der hochstehenden Sonne etwas tiefer und wurde mit einem dicken belohnt, der einen 4" SWIMSENKO von GARY YAMAMOTO nahm.

 

Der See war eine echte Perle und hatte einen hervorragenden Bestand mit guter Durchschnittsgröße.

Leider konnten wir nur den halben Tag hier fischen. Gegen Mittag traten wir dann die Heimreise an, denn wir hatten noch gut acht Stunden Autofahrt vor uns.

Der Trip war absolut spitze und hat eine Menge Spaß gemacht... Padova werden wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder besuchen! 







Angeln in Frankreich

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